Mittwoch, 10. Februar 2016

BDL & IBCLC

IBCLC steht für International Board Certified Lactation Consultant, das ist der international geschützte Titel für examinierte Still- und Laktationsberaterinnen.

IBCLC kann man nur werden wenn man eine medizinische Ausbildung hat. Es sind also Krankenschwestern/Pfleger, Hebammen/Geburtshelfer und Ärzte/Ärztinnen. Psychologen dürfen das Examen auch machen.

Vom IBLCE wird nur das Examen abgenommen. Die Ausbildung muss man wo anders machen. Das ist also so ähnlich wie beim Führerschein. Man sucht sich ein Ausbildungsinstitut aus und geht dann zu der offiziellen Prüfung.

Die Ausbildungen sind sehr hochwertig und teuer.
Eigene Kinder oder Stillerfahrung sind keine Vorraussetzung.

IBCLC verfügen über praktisches und theoretisches Fachwissen auf dem neusten Stand der Wissenschaft. Auch in Sonderfällen oder speziellen Situationen (Adoption, Mehrlinge, Krankheit, u.ä.) wissen sie Rat und können helfen. Oberstes Ziel ist es, das Stillen zu fördern und stillende Frauen auch in schwierigen Situationen wirksam zu unterstützen.

IBCLC´s bieten telefonische Kurzberatung, persönliche Einzelberatung, Betreuung in der gesamten, Stillzeit und Hausbesuche in Akutsituationen. Ausserdem Beratung zu Themen wie: mütterliche Ernährung, Einführung der Beikost, Entwöhnung und Abstillen, Stillen und Erwerbstätigkeit.

Von den drei Stillberatungsanbietern (AFS, LLL und IBCLC) sind IBCLC´s die einzigen die nicht ehrenamtlich arbeiten und deren Angebote Geld kosten.

Der BDL ist dann der Berufsverband aller IBCLC´s.
 Quelle: BDL
http://www.bdl-stillen.de

Montag, 8. Februar 2016

DAIS



Das Deutsche Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung ist recht neu und möchte sich zwischen den ehrenamtlichen Stillberatungsangeboten und der IBCLC positionieren. Da sind ein paar Gesichter aus den anderen Verbänden dabei.

Die richten sich an alle Berufsgruppen die mit stillenden Müttern in Kontakt kommen und sie sind die einzige die explizit auch eine männliche Form, nämlich den Stillbegleiter, bennen.

Auf deren Internetseite gibt es auch schon eine Liste der zertifizierten Stillbegleiterinnen, allerdings ohne Verlinkung. Man muss sich die dann selber ergoogeln.

Hier gehts zum DAIS: www.ausbildung-stillbegleitung.de

Freitag, 5. Februar 2016

La Leche Liga

"Die La Leche Liga (abgekürzt: LLL, englisch: La Leche League; la leche ist spanisch für ‚die Milch‘) ist eine Non-Profit-Organisation, die das Stillen fördert.

Ihre Aufgabe ist es, Schwangere und stillende Mütter in allen Fragen rund um das Stillen und Muttersein zu beraten.

Sie wurde 1956 in den USA gegründet und ist mittlerweile in 78 Ländern der Erde vertreten. La Leche League ist international als gemeinnützige Fachorganisation anerkannt und steht in offizieller Beziehung zur Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie ist eine überkonfessionelle und politisch neutrale Institution und stellt ihre Erfahrungen und Publikationen in über 30 Sprachen zur Verfügung.
Der Professional Advisory Board von La Leche League International, dem Fachpersonen und Wissenschaftler angehören, informiert über die neueste Forschung und prüft das Fachwissen in den LLL-Publikationen.

Alle LLL-Beraterinnen sind Mütter mit Stillerfahrung, die eine Ausbildung zur LLL-Stillberaterin absolviert haben. Es wird keine medizinische Ausbildung benötigt (wie bei der IBCLC-Ausbildung).

Die LLL-Beraterin begleitet Eltern während der Stillzeit und bietet ihnen Unterstützung bei Stillschwierigkeiten und Unsicherheiten an. Fragen können per Telefon, E-Mail sowie im persönlichen Austausch in Stillgruppen besprochen werden.

Die Beratung wird ausschließlich ehrenamtlich geleistet. Finanziert wird die Arbeit der LLL-Beraterinnen über Spenden und Mitgliedschaften.

Die La Leche Liga steht dem von William Sears entwickelten Attachment Parenting nahe und ist die größte und bedeutendste Organisation, die zur Verbreitung dieser Lehre beiträgt."

Quelle: Wikipedia
http://www.lalecheliga.de/

Mittwoch, 3. Februar 2016

AFS

"Die Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen (AFS) ist eine gemeinnützige Organisation zur Förderung des Stillens.

Die AFS will das Stillen als wesentlichen Bestandteil des menschlichen Lebens bewusst machen. Jede Frau, die stillen will, soll selbstverständlich stillen können.

Mitglieder der AFS sind Eltern, medizinisches Fachpersonal und allgemein an der Stillförderung interessierte Personen sowie institutionelle Fördermitglieder.

Um als AFS-Beraterin ausgebildet zu werden ist es Vorraussetzung eigene Stillerfahrungen zu haben. Dafür muss man aber keine medizinische Ausbildung vorweisen können.

Die AFS Stillberaterinnen arbeiten ehrenamtlich also ohne Bezahlung.

Grundlage unserer Arbeit ist die Selbsthilfe mit ehrenamtlicher Mutter-zu-Mutter-Beratung bei offenen Stilltreffen und bei telefonischer Beratung vor Ort sowie über eine bundesweite Hotline."

Quelle: AFS Homepage

http://www.afs-stillen.de/

Montag, 1. Februar 2016

Der Stillmonat Februar

Der Februrar dreht sich komplett um die Verbände, Vereine & Institute die sich mit der Förderung des Stillens beschäftigen.

Wir stellen erst die einzelnen Institutionen vor und dann die verschiedenen Angebote zur Stillberaterinnenausbildung.

Da beschreiben wir die Ausbildungen, die Kosten, die Vorraussetzungen und welcher Verein was und wo anbietet.

Am Mittwoch gehts los mit der AFS, dann folgen La Leche Liga, DAIS, BDL, IBCLC, Ausbildungszentrum Laktation und Stillen und das Europäische Institut für Stillen und Laktation.

Falls etwas fehlt könnt Ihr uns das gerne sagen.


Samstag, 2. Januar 2016

Der Stillaufkleber

Der Stillaufkleber. Ein Medizinunternehmen verschickt den Stillaufkleber.

Das Bild des Aufklebers Matt Daigle 2006 entworfen. Es soll das internationale Piktogramm fürs Stillen ("international breastfeeding symbol") sein bzw. werden. Es ist frei verfügbar, soll heißen: jeder darf es benutzen.

Ihr könnt Euch den Aufkleber schicken lassen und dann die U-Bahnen damit vollkleben furchtbar hübsche kreative Dinge damit machen.


Freitag, 1. Januar 2016

Stillen & Beissen

Thema: Beissen beim Stillen 
Hallo Katrin, 
Mein Sohn ist jetzt fast acht Monate alt und wir stillen noch recht viel. 
Momentan isst er nur mittags Brei (manchmal (aber eher selten) stille ich auch danach noch) und neuerdings abends auch ein bisschen aber immer mit zusätzlichem Stillen. 
Das ist für mich auch völlig okay so. Auch das wir nachts noch mindestens zwei Mal stillen. 

Allerdings hat der kleine Mann seit Anfang Januar unten Zähne, und seit Anfang März auch oben. Und er beißt beim Stillen. 
Natürlich nicht immer, aber so einmal die Woche kommt es doch vor und ist doch ziemlich schmerzhaft. Als die ersten Zähne neu kamen, hat er öfters gebissen, teilweise bei jedem Stillen, da war ich sehr verzweifelt. 
Ich habe ein bisschen rumgegoogelt und gelesen, dass man dann laut „Aua“ schimpfen soll und ihm die Brust weg nehmen, damit der versteht, dass er das nicht soll. Ich hab das auch probiert, aber verständlicherweise fängt er dann an zu weinen und das erscheint mir doch sehr hart und nicht babygerecht, er will mir ja nicht absichtlich weh tun. Ich versuche jetzt darauf zu achten, dass er nicht an der Brust nuckelt, sondern immer richtig trinkt (das hatte ich auch in den Weiten des Netz gelesen), dadurch ist das Beißen schon deutlich weniger geworden, aber ganz aufgehört hat er nicht. Besonders seit die oberen Zähnchen da sind ist es wieder ein bisschen mehr geworden. 

Hast du einen Tipp für mich, was man tun kann, damit er versteht, dass er das nicht soll? 
Oder sollte ich mich einfach damit abfinden? 
In meinem Umfeld habe ich bis jetzt mit solchen Problemen wenig Verständnis zu spüren bekommen, viele meinen ich sollte eh viel mehr zufüttern und dann hätte ich solche Probleme auch weniger. 
Aber das ist für mich irgendwie keine Lösung, ich hoffe du verstehst das. Vielen Dank schonmal für das Angebot Fragen zu Beantworten, das freut mich sehr. 

Viele liebe Grüße, Steffi.  


Hallo Steffi, 

meine drei Kinder haben alle noch in der Phase ohne Zähne, das Beissen bzw. zahnlose Kiefer zusammenpressen und gleichzeitig den Kopf weg drehen - hin zu etwas Spannendem im Raum - ausprobiert. 
Wobei ausprobieren nicht das passende Wort ist. Ich hatte immer das Gefühl, dass dem Baby das Beissen eher passiert. 

Was kannst Du tun - was habe ich getan: ehrlich sein. 

Ich hab mich jedes mal total erschrocken, bin zusammengezuckt, hab laut gesagt "Au, das tut weh! Nicht machen!?!". 
 Das Kind hat dann sofort los gelassen und sehr genau gemerkt, dass etwas passiert ist. Vor allem weil ich danach auch nur sehr zögerlich wieder weiter gestillt habe. Luzie hat immer ganz erschrocken reagiert, wenn das passiert ist. Sie hat mich angeschaut und dann ganz verzweifelt los geweint. Ich hab sie getröstet und ihr erzählt, dass das ganz doof für mich ist wenn sie ihre Kiefer zusammenpresst. Pelle und Minimum waren etwas souveräner. 
Wenn ich mich erschrecke und dementsprechend zusammenzucke und laut sage, dass es weh tut, lässt Minimum los und schaut mich mit großen Augen fragend an. Dann sage ich ihr, dass das weh tat und dass sie nur weiter trinken kann wenn sie nicht da rein beisst. Und dann bin ich sehr vorsichtig. Wenn sie dann noch mal reinbeisst, höre ich auch erst mal mit dem Stillen auf. Und dann machen wir etwas anderes. Gar nicht als Bestrafung (ich finde Bestrafungen (oder logische Konsequenzen wie es heute verhübscht und feige ausgedrückt wird) das Letzte), sondern viel mehr um meine Brust zu schonen. 
Also: sei ehrlich. Reagiere authentisch. 
Dein Kind ist darauf angewiesen, dass Du ihm zeigst wie es Dir geht. Ihr seid ja ein Still-TEAM, bei dem die Bedürfnisse beider wichtig sind. Und ich glaube, es bringt Deinem Kind auch wirklich viel, wenn Du ihm kurz erklärst was passiert ist. Auch die ganz kleinen verstehen schon sehr viel. Im Grunde rate ich Dir ja das Gleiche, was Du auch schon im Internet gefunden hast. Augenscheinlich nur mit einem anderen Vokabular. Aber es ist wichtig, dass es nicht nur Vokabeln sind. Dahinter steht ein Menschenbild und auch eine Sicht auf das eigene Kind und die Beziehung zwischen Euch beiden. Du nimmst Dein Kind ernst und respektierst seine Bedürfnisse. Und jetzt nimmst Du auch noch Dich und deine Bedürfnisse ernst. Dein Kind kann nicht wissen, dass Dir das weh tut. Du musst es ihm zeigen und erklären. Das ist auch für später wichtig. Dein Kind ist darauf angewiesen, dass die Menschen um ihn herum ihre echten Emotionen zeigen. Nur dann kann er darüber etwas lernen... 

Kennst Du das Buch Forschergeist in Windeln? Das ist super. Würde ich Dir empfehlen. 
Hilft Dir das weiter? 

Lieben Gruss, Katrin. 


Hallo Katrin. 

Erst mal super vielen Dank für das schnelle Antworten. 
Und ja, deine Antwort hat geholfen. Ich finde das klingt logisch, dass man dem Kind gegenüber ehrlich sein muss. Ich werde das einfach ausprobieren bzw. weiter so machen. 

Danke für das Bestärken. 

Viele liebe Grüße, Steffi